
v.l.: Dr. Egbert Feddersen, Johannes Frizen, Dr. Gerhard Wittkowski, Dr. Hans-Peter Schons, Reimer Böge vor dem Stand der deutschen Rinderzucht
Ernährungsausschuss besuchte organisierte Rinderzüchter
Der Vorsitzende der ADR, Leo Siebers, konnte auf der diesjährigen Grünen Woche Berlin erstmalig Mitglieder des Ernährungsausschusses unter Leitung von Bärbel Höhn auf dem Gemeinschaftsstand der organisierten Rinderzucht (ADR, ASR, DHV, BDF) begrüßen. Dabei überreichte er den Anwesenden den neuen ADR-Flyer zu den Eckdaten der Organisierten Rinderzucht. Zugleich wies er auf die große Bedeutung der tierischen Erzeugung für den Bereich der landwirtschaftlichen Produktion hin.
Die wirtschaftliche Bedeutung der organisierten Rinderzucht nimmt nach den Worten von Siebers mit einem jährlichen Umsatz von über 600 Millionen Euro und über 6.000 Vollzeitkräften eine zentrale Stellung ein.
Anschließend informierte der BDF-Vorsitzende Johannes Frizen die Vertreter des Ernährungsausschusses über die im Rahmen der IGW stattfindende erste Bundesschau „Schwarz Rot Gold - robust“, an der insgesamt 260 Tiere aus sechs Fleischrinderrassen teilnahmen. Der Geschäftsführer der ADR, Dr. Carl-Stephan Schäfer, informierte über die Strukturen der organisierten Rinderzucht. Er betonte, dass die ADR den Mitgliedern des Ernährungsausschusses für fachliche Fragen gern zur Verfügung stehe. Als aktuelle Themenschwerpunkte der ADR nannte er die Rahmenbedingungen des Exportes sowie die Erschließung von Drittlandsmärkten, die anstehende Novellierung des Tierzuchtgesetzes und die von der EU-Kommission vorgelegte „TSE-Roadmap“.
Abschließend erläuterte Reimer Böge, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT) und Mitglied des Europaparlaments, den Anwesenden die Aufgaben und neue Ausrichtung der ADT. Ziel der ADT sei es, die deutschen Tierartendachverbände in ihren nationalen Aktivitäten durch ein „Frühwarnsystem“ in Brüssel zu ergänzen.