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Meldungen

10.08.2017

ADR-Jahresbericht 2017

Die Publikation Rinderproduktion in Deutschland 2016 Ausgabe 2017 ist erschienen. Das Heft bietet den gewohnten Überblick über die Rinderproduktion in...
 
01.06.2017

Gemeinsame Erklärung zum Schutz der Weidetiere vor dem Wolf

Anlässlich der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow fand am 03.05.2017 in Potsdam eine Pressekonferenz und am 05.05.2017 in Bad Saarow die...
 
18.05.2017

Bundesverband Rind und Schwein: Fusion von vier Verbänden gelungen

Nach dreijähriger Diskussion haben die Mitglieder der Verbände ADR, BDF, DHV und ZDS beschlossen, zum neu gegründeten Bundesverband Rind und...
 
04.04.2017

Europäische Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der Neuen Technologien (EGE)

Die Europäische Kommission hat am 30. März 2017 mit der Ernennung von 15 hochrangigen Experten aus den Bereichen Natur-, Sozial-...
 
07.03.2017

Erstbesamungen und meisteingesetzte Bullen 2016

Der ADR liegen die Zahlen zu den Erstbesamungen und den meisteingesetzten Bullen des vergangenen Jahres vor. In Tabelle 1 finden...
 
23.02.2017

Ausfuhr deutscher Rindergenetik 2016

Das Statistische Bundesamt hat Daten zur Ausfuhr deutscher Rindergenetik veröffentlicht. Demnach stieg die Ausfuhr von Zuchtrindern von 114.201 auf 115.837...
 

Tagung der Fachgruppe „Tierseuchen“ der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft

Am 18./19. Mai 2017 findet die Tagung der Fachgruppe Tierseuchen der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft im Hörsaal des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin Marienfelde, statt. Die Veranstaltung gibt einen komprimierten Überblick des aktuellen Tierseuchengeschehens der wichtigsten Nutztierarten in Deutschland und Europa. Es werden gesetzliche Grundlagen erörtert, der Stand von Sanierungsprogrammen dargestellt, epidemiologische Situationen beschrieben sowie Neuigkeiten der veterinärmedizinischen Mikrobiologie präsentiert.

 

Rind und Schwein in einem Dachverband

Bundesverband Rind Schwein Vorstand

Angesichts des fortschreitenden Strukturwandels in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung sowie der Notwendigkeit, auch auf Verbandsebene Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen, haben die Dachverbände der Rinderzucht und Schweineproduktion intensiv über einen Zusammenschluss verhandelt: die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR), der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS), der Bundesverband der Fleischrinderzüchter und –halter (BDF), der Deutsche Holstein Verband (DHV), die Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen (ASR) sowie der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfung (DLQ). Am 29.11.2016 wurde nun in der Hessenhalle in Alsfeld von den rund 160 Delegierten mit der Gründung des Bundesverbandes Rind und Schwein der erste Schritt vollzogen. Ziel der Reform ist die Bündelung der Kräfte der bisherigen Verbände für eine starke Vertretung der angeschlossenen Mitglieder mit den Wirtschaftssektoren Rinder- und Schweinehaltung.

Der Bundesverband Rind und Schwein wird ab 01.01.2017 als gemeinsame Interessenvertretung und Koordinator der Facharbeit für Rind und Schwein auftreten. Die formelle Verschmelzung der Verbände ADR, ZDS, BDF und DHV wird im Frühjahr 2017 erfolgen. Bis dahin bleiben die bisherigen Verbände bestehen. Diese Zeit wird genutzt, um die Zusammenarbeit gezielt zu strukturieren und die beiden Verbände ASR und DLQ eng in die Arbeit des neuen Gesamtverbandes einzubinden.

Bernd Adler mit Bundesverdienstorden geehrt

Bernd Adler

Bernd Adler wurde mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Im Rahmen einer Feierstunde in der Staatskanzlei überreichte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am 18. November 2016 die Verdienstmedaille.

Bernd Adler setzte sich mit großer Energie und Zielstrebigkeit sowie weit überdurchschnittlichem Arbeitseinsatz für die Rinderzucht im eigenen Zuchtgebiet und in ganz Deutschland ein. Dabei war sein Wirken stets auch mit Blick auf übergeordnete gesellschaftliche Verpflichtungen und Nachhaltigkeit verbunden. Die positive Entwicklung und wirtschaftliche Stabilität der von ihm geführten Zuchtorganisation waren dafür eine gute Grundlage. Zahlreiche Funktionen, die Bernd Adler  in überregionalen Organisationen ausübte, unterstreichen die Wertschätzung und Anerkennung, die er in Fachkreisen genießt.

Der Facharbeiter für Rinderzucht, Diplom-Agraringenieur und Tierzuchtleiter wurde 1990 im Alter von 38 Jahren zum ersten Vorstandsvorsitzenden des 1990 neu gegründeten Rinderzuchtverbandes Berlin-Brandenburg eG (RZB) gewählt und war von 1991 bis 2015 Geschäftsführer des Verbandes sowie der RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH. Zuvor hatte er an verantwortungsvollen Stellen im VEB Tierzucht Cottbus gearbeitet.

Seine kreativen Ideen und zukunftsweisenden Visionen verwirklichte B. Adler engagiert mit der Zielstellung, die  Zucht gesunder und leistungsfähiger Rinder weiter positiv und marktgerecht zu entwickeln. Dabei gelang es ihm, Wissenschaft und Praxis, Wirtschaft und Behörden, Zuchtorganisationen aus allen Teilen Deutschlands zusammen zu  bringen. Ein Beispiel dafür ist die Einführung des Fitnessindex RZFit für die Holsteinzucht im Jahr 2010, für den er Ideengeber war.  Damit entsprachen die deutschen Zuchtorganisationen den Wünschen vieler Milchviehhalter, bei der Anpaarung der Kühe ein stärkeres Gewicht auf funktionale Merkmale zu legen, ohne die Milchleistung zu verschlechtern. Sie waren damit den heute oft populistisch vorgetragenen Forderungen weit voraus. Das innovative Testherden-Programm im Land Brandenburg und dessen Einbeziehung in das deutsche Verbundprojekt Kuh-L (mit BMBF-Zuwendung, Laufzeit April 2014 – März 2017) spielt mit der systematischen Erfassung von zusätzlichen Gesundheitsdaten ein wichtige Vorreiterrolle für die Weiterentwicklung der Zuchtwertschätzung und den Aufbau einer weiblichen Lernstichprobe KuhVision in Deutschland.  Mit den neuen Zuchtwerten für Klauengesundheit, Mastitisresistenz und Kalbemerkmale sowie die Managementberatung der Betriebe trägt es erste Früchte. Auch die Gründung der IfN Schönow GmbH Ende 2013, um ein weiteres Beispiel zu nennen, ging maßgeblich auf die Initiative von B. Adler zurück. Erstmals beteiligen sich alle deutschen Zuchtorganisationen (Deutsche Holsteins Schwarzbunt) mit eigener Bullenhaltung sowie drei süddeutsche Organisationen an einem gemeinsamen Unternehmen mit den  Geschäftsbereichen Gendiagnostik, Fortbildung und Auftragsforschung (männliche Fruchtbarkeit).

Ohne das Engagement von Bernd Adler würde es die Genreserve Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind (DSN) nicht in dem heute bestehendem Umfang geben. Mit Herzblut hat er sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der vom Aussterben bedrohten Rasse eingesetzt, von der es im Land Brandenburg die größte Population gibt.

Zu der Humboldt-Universität zu Berlin bestand durch das eigene Studium eine enge Verbindung. Sowohl in Berlin als auch an der Martin-Luther-Universität Halle unterstützte B. Adler gemeinsame Forschungsvorhaben sowie wissenschaftliche Arbeiten. Engagierte Studenten erfahren durch Fördervereinbarungen und die Vergabe von Förderpreisen Motivation. Der Brandenburger Jungzüchterverein e.V. hat B. Adler in Anerkennung seiner Aktivitäten für die Nachwuchsarbeit die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Ebenso fühlt sich Bernd Adler verpflichtet, Traditionen des Berufsstandes zu bewahren. Das 2004 eröffnete Rinderzuchtmuseum ist als Ehrerbietung für die Leistung vieler Züchtergenerationen zu verstehen und ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Publikationen wie Zur Geschichte der Rinderzucht in Brandenburg und Tierzucht in der DDR und in den neuen Bundesländern (DGfZ-Schriftenreihe Sonderheft I und II) gehen maßgeblich auf seine Anregung zurück.                                                    

Bleibende Verdienste hat er mit der Übertragung des Altvermögens vom ehemaligen Landesverband Kurmärkischer Rindviehzüchter e.V. an die brandenburgischen Rinderzüchter erworben. Die Mittel flossen in den Bau eines Vermarktungszentrums, das eine wichtige Einrichtung für die überregionale Vermarktung und den Export von Zucht- und Nutzrindern aus dem Land Brandenburg ist. Erstmals in ihrer Geschichte verfügen brandenburgische Rinderzüchter mit den Objekten in Groß Kreutz und Schmergow über Standorte, die ihnen gehören und die weit über die Grenzen des Landes hinaus als Tierzuchtstandort von Bedeutung sind. Die Erfüllung des Vermächtnisses der Kurmärker ist ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen der Rinderzüchter in Ost und West, zu dem Bernd Adler auch an vielen anderen Stellen entscheidend beigetragen hat.

Im Jahr 2006 wurde Bernd Adler mit dem Tierzuchtpreis des Landes Brandenburg geehrt. 2011 würdigte der LBV Brandenburg seine Leistungen mit der Goldenen Ehrennadel.

RBB

Ausnahmevererber Goldday abgegangen

Goldday

Kurz vor seinem 10. Geburtstag musste Goldday auf Grund der Folgen eines Kreuzbandrisses eingeschläfert werden. Er ist seit Jahren der Ausnahmebulle für Exterieur in Deutschland und führt bis heute die Topliste in diesem Merkmal an.

Goldday zählte zu den ersten Bullen, die bereits mit einem guten genomischen Zuchtwert einen breiten, überregionalen Einsatz fanden. Anlässlich Hessens Zukunft 2012 konnte eine Nachzuchtgruppe präsentiert werden, die dafür sorgte, dass das Vertrauen in die genomische Zuchtwertschätzung Bestätigung erfuhr. Im November desselben Jahres stellte die ZBH eine Töchterdelegation im Rahmen der GGI-Nachzuchtpräsentation bei der EuroTier, die einen noch nie dagewesenen Run auf Sperma des überragenden weißen Goldwyn-Sohnes entfachte.

Sehr gut entwickelte, exterieurstarke Töchter, die bei ausreichender Milchleistung mittlerweile in der ganzen Welt für große Zufriedenheit in den Betrieben sorgen, machen ihn zum Aushängeschild eines erfolgreichen deutschen Zuchtprogramms.

Darüber hinaus hat er das Potenzial Siegerinnen für den Schauring zu schaffen. Zahlreiche Erfolge seiner Töchter auf nationalem und internationalem Parkett bestätigen ihn als Exterieurikone.

Golddays Qualitäten haben dazu geführt, dass er der meist verkaufte Bulle der Besitzerorganisation ZBH geworden ist. Insgesamt konnten rund 430.000 Portionen von ihm vermarktet werden, sodass nur noch eine Restmenge an Spermaportionen vorhanden ist. ZBH

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